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Christkatholische Kirche Basel-Stadt
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Die Christkatholische Kirche ist eine katholische, von Rom unabhängige Kirche in freiheitlichem Umgang mit Lehre und Tradition. Im Kanton Basel-Stadt gehören ihr rund 600 Gemeindemitglieder an. Die Christkatholische Kirche ist kantonal als öffentlich-rechtliche Körperschaft (Landeskirche) anerkannt.
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1870 fand das 1. Vatikanische Konzil statt, während dessen die alleinige Herrschaft des Papstes über die Katholische Kirche und seine Unfehlbarkeit verkündet wurde. Der Protest einer Minderheit der Katholiken auf die neuen Dogmen war so vehement, dass sie aus der Kirche ausgeschlossen wurden. Sie gründeten darauf ihre eigene, die Christkatholische Kirche, in der sie die Fortsetzung der Alten Kirche des ersten Jahrtausends sahen. Die Christkatholiken bezeichnen sich darum auch als Altkatholiken.
Die Christkatholische Kirche kennt keine autoritäre Kirchendisziplin, sondern versteht sich als "romfreie" katholische Kirche mit bischöflich-synodaler, "demokratischer", offener Struktur. In der Schweiz konstituierte sie sich 1874 in einem eigenen Bistum (Sitz des Bischofs ist Bern). Im Kanton Basel-Stadt gibt es seit dem Jahr 1877 eine eigene Gemeinde, deren Zentrum die Predigerkirche am Totentanz und der Formonterhof als Gemeindehaus an der St. Johanns-Vorstadt 27 sind.
Unter "freiheitlichem Umgang mit Lehre und Tradition" versteht die Christkatholische Kirche, dass ihre Glaubensbasis nicht unveränderbare Gegebenheit, sondern Grundlage für immer neue Auseinandersetzung, Hinterfragung und Aktualisierung in der veränderten Zeit, allenfalls auch für Neuinterpretation ist. So wurde 1984 durch die Synode das Diakonat der Frau wieder eingeführt. 1999 wurde nach einem mehr als zwei Jahrzehnte dauernden Diskussionsprozess das Priester- und Bischofsamt auch den Frauen zugänglich gemacht. Im 2000 wurde die erste Priesterin geweiht.
Anliegen der Christkatholiken war von Anfang an die Oekumene und Ziel die Wiedervereinigung der Kirchen. Heute gehören der Christkatholischen Kirche der Schweiz etwa 15'000 Mitglieder an.
Aufgabengebiete
Die Hauptaufgabe des dreiköpfigen Pfarramtsteams (Pfarrer, Diakonin, Gemeindehelfer) besteht in Seelsorge, Feiern von Gottesdiensten mit Predigt, Erteilen von Religionsunterricht in kleinen, familiären Gruppen, regelmässigen Besuchen von Gemeindeglieder in den verschiedenen Spitälern und Altersheimen der Region und - in der Folge des öffentlich-rechtlich anerkannten Status dieser Kirche - auch in der Repräsentanz gegenüber dem Kanton und in der Pflege der ökumenischen und interreligiösen Beziehungen.
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