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Moderne Architektur
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Basel konnte sich in den letzten Jahren den Ruf erarbeiten, eine Stadt mit besonderer architektonischer Kultur zu sein. Wer in Basel unterwegs ist, stösst immer wieder auf faszinierende Bauwerke. Wen wunderts, dass das Schweizer Architekturmuseum in Basel zu finden ist.
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2003: Messeturm. Messeplatz, Architektengemeinschaft Morger Degelo Marques
Der Messeturm in Basel ist mit 105 Metern das höchste Gebäude der Schweiz und schon von weither sichtbar. Das elegante Bauwerk mit den transparenten Fassaden-Flächen steht für das weltoffene Basel. Im Messeturm gibt es, neben dem Service Center der Messe Schweiz, ein Hotel, ein Restaurant sowie exklusive Geschäfte und repräsentative Büros. Im 31. Stock befindet sich eine Bar mit Atem beraubendem Rundblick.
1999: Peter-Merian-Haus. Nauenstrasse/Peter Merian-Strasse, Hans Zwimpfer
Bürogebäude mit smaragdgrün schimmernder Glasfassade von Donald Judd als neues Markenzeichen der Grossüberbauung beim Bahnhof SBB. Das umgekippte Hochhaus ist durch ein Wechselspiel zwischen offenen und vollen Formen geprägt. Das Innenleben ist durch die Verschmelzung von Architektur und Kunst charakterisiert.
1999: Messehalle 1. Riehenring/Isteinerstrasse, Theo Hotz
Die neue Halle ist seriell gefertigt und ohne jegliches Chichi sehr funktionell gedacht. Dank der gläsernen Transparenz signalisiert der 210 m lange, 90 m tiefe und rund 20 m hohe Baukörper Dialogbereitschaft. Die in 228 Tagen fertig gestellte Halle steht als Beginn der gesamten Messemodernisierung.
1999: Zenralstellwerk Basel SBB, hinter der Münchensteinerbrücke, Herzog & de Meuron
Wie ein gewaltiger Monolith wächst das beeindruckende Gebäude aus den Bahngeleisen. Für manche ist der sachliche Industriebau eine architektonische Frechheit. Der Kubus ist mit einem rotgold glänzenden Kupferpanzer verkleidet, der sich je nach Licht und Sicht optisch verändert.
1998: Geschäftshaus. Euregio, Viaduktstrasse/Innere Margarethenstrasse, Richard Meier
Das weisse Eckgebäude nahe der Markthalle heisst im Volksmund bereits Meier-Bau. Das fein gegliederte Werk bietet grosse Transparenz von innen nach aussen und umgekehrt.
1997: Fondation Beyeler. Baselstrasse 101, Riehen, Renzo Piano
Mit dem Bau erhielt die Sammlung von Hildy und Ernst Beyeler ein öffentliches Museum. Der Hauptakzent der Architektur wird durch den Kontrast zwischen den schweren vertikalen, mit rotem Porphyrstein verkleideten Tragmauern, die sich parallel ins Gelände hineinstaffeln, und dem horizontalen Glasdach gebildet.
1996: Museum Jean Tinguely. Grenzacherstrasse/Solitudepark, Mario Botta
Der Museumsbau ist zur Autobahn hin völlig geschlossen, zum Solitudepark hin völlig offen, ein vom Architekten gewolltes Symbol für diese Gegensätze. Die verglaste Halle schafft viel Raum für die kinetischen Kunstwerke.
1995: Bankengebäude. Aeschenplatz, Mario Botta
Markantes Eckgebäude am Verkehrsknotenpunkt Aeschenplatz. Botta hat bei diesem repräsentativen Bau das Formenrepertoire seiner frühen Tessiner Villen in den Grossmassstab übertragen: skulpturenhafte Form mit tiefen, abgetreppten Einschnitten. Rundfensterfries und Streifenkleid.
1992: Wohn- und Geschäftshaus. Steinenvorstadt 62, Rolf Furrer und François Fasnacht
Das Gebäude mit dem spektakulär verglasten Vorbau schliesst die Innenstadt gegen das verkehrsreiche Heuwaageviadukt ab.
1990: Schiffsanlegestelle. Elsässerrheinweg, Wilfrid und Katharina Steib
An der Rheinuferpromenade, auf der Höhe des St. Johann-Parks, liegt die neue Anlegestelle für den internationalen Passagierschiffverkehr. Die Halle mit der verglasten Fassade öffnet sich zum Rhein.
1988: Wohn- und Geschäftshaus. Allschwilerstrasse 90, Herzog & de Meuron
Markanter abgerundeter Eckbau im Westen der Stadt. Die Fassade mit tragenden horizontalen Platten und nichttragenden vertikalen Pfeilern erscheint als Betonskelett mit eingelagerten gefärbten Betonplatten.
1987: Rosshofareal. Petersgraben 49-51, Joachim Naef, Gottfried und Ernst Studer
In den 60er-Jahren wollte man ein elfgeschossiges Parkhaus errichten. Nun steht an der ehemaligen Grenze zur mittelalterlichen Stadt der geglückte Versuch, die verschiedenen städtebaulichen Massstäbe, die sich hier treffen, zu verknüpfen. Hinter dem vorgesetzten Schild aus rotem Sandstein befinden sich das Wirtschaftswissenschaftliche Zentrum der Universität und Wohnungen. Sehenswerter Innenhof, im Innenhof die Namen berühmter Pferde.
1987: Gewerbe- und Atelierhaus. St. Alban-Tal 40A, Michael Alder
Zweiflügliger holzverschalter Atelierbau mit hellen grosszügig gestalteten Räumen. Die Ateliers werden im Austausch an ausländische Künstler vergeben.
1987: Wohnsiedlung Wiesengarten. Wiesendamm. Altrheinweg. Giessliweg, Wilfrid und Katharina Steib, Bruno Buser und Jakob Zäslin
Als Abschluss der Stadt gegen Wiese und angrenzendes Kleinhüninger Industrie- und Hafenquartier bildet die siebengeschossige Blockrandbebauung eine Weiterführung traditioneller städtischer Bebauungsmuster. Alle Wohnungen mit direktem Zugang zu den Hofgärten.
1981: Wohnbebauung Hammerstrasse. Bläsiring, Efringerstrasse, Diener & Diener
An der Stelle einer ehemaligen Fabrik folgt die Überbauung im dicht besiedelten Matthäusquartier dem Muster der sogenannten Blockrandbebauung des späten 19. Jahrhunderts. Wie ein architektonischer Schnitt durch ein städtisches Wohnquartier führt eine öffentliche Allee mitten durch das Geviert.
1980: Museum für Gegenwartskunst. St. Alban-Rheinweg 60, Wilfrid und Katharina Steib
Das Museum gewährt von allen Seiten Einblick und wirkt einladend. Gelungene Integration neuer Elemente in bestehende Altstadtbauten.
1978: Haus zum Sodeck. Freie Strasse 74, Marcus Diener
Dem Gebäude ging eine Auseinandersetzung um Abbruch oder Erhaltung des späthistorischen Vorgängerhauses voraus. Eines der ersten Basler Beispiele der Postmoderne, das Entrüstung und Begeisterung auslöste. Ein "lustvoll und dennoch kontrolliert gefertigtes Bild- und Blendwerk".
1974: Stadttheater. Theaterstrasse, Felix Schwarz und Rolf Gutmann
Der unkonventionelle Bau versteht sich als Teil der vorhandenen städtebaulichen Situation. Ein äusserst belebter Platz, mit imposanter Serra-Plastik und spielerisch-witzigem Tinguely-Brunnen.
1970: St. Jakobshalle. St. Jakobs-Strasse, Giovanni Panozzo
Kolossales Bauwerk für viele Indoor-Sportanlässe (z.B. Swiss Indoors), gegenüber das neue Fussballstadion, dahinter Sportbad, weitläufige Sportanlagen sowie das Erholungsgebiet und der Botanische Garten Brüglingen. Gestaltung der Eingangspartie von Owsky Kobalt: eine reich gefächerte Sternenfigur und ein Spiel mit dem Pentagramm.
1968: Universitätsbibliothek. Schönbeinstrasse 20, Otto H. Senn
Die organische Architektur belebt das Treppenhaus und den Innenraum. Die Kuppelgestalt in Verbindung mit dem seitlich einfallenden Licht macht den Lesesaal zum räumlichen Höhepunkt der Bibliothek.
1962: Lonza-Haus. Münchensteinerstrasse 38, Hans Rudolf Suter und Otto Suter
Markantes Hochhaus nahe des Bahnhofs, das oft mit dem Mailänder Pirelli-Bau verglichen wird. Hier aber sind Vorder- und Rückseite gleich behandelt.
1961: Allgemeine Gewerbeschule. Vogelsangstrasse 15, Hermann Baur, Hans Peter Baur, Franz Bräuning und Arthur Dürig
Um einen Hof gruppieren sich vier einprägsam individualisierte Baukörper. Im Gebäude sind die gewerblich-industrielle Berufsschule sowie die Hochschule für Kunst und Gestaltung untergebracht. Bemerkenswert ist die im Hof stehende Stele von Hans Arp und die Sitzpyramide von Armin Hofmann.
1958: Domus-Haus. Pfluggässlein 3, Max Rasser und Tibère Vadi
Das total transparente Gebäude in Glas und Metall setzt mit seiner Fassade im bestehenden Strassenbild seine Akzente.
1954: Mustermesse Halle 10-21 (Rundhofbau). Messeplatz, Prof. Hans Hofmann
In einem knappen Jahr erbaut, wurde die Rundhofhalle sofort zum architektonischen Wahrzeichen der Mustermesse (heute: Messe Basel) und zum Aushängeschild der prosperierenden Schweizer Wirtschaft der 50er Jahre. 1989-91 Restauration von P. Fierz und S. Baader.
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